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Meta greift mit Muse Code direkt Anthropics Claude Code und OpenAIs Codex an, während bei Google DeepMind ein grosser Führungswechsel ansteht: Demis Hassabis übergibt die operative Leitung, Jeff Dean verlässt das Unternehmen für ein eigenes Startup. Gleichzeitig baut Anthropic ein eigenes Chip-Team auf, während Chinas Labs mit Kimi K3 und Qwen3.8-Max den Abstand zur US-Spitze weiter verkleinern.
Heute bei MorgenAI
Meta startet Coding-Agent Muse Code mit neuem Modell Muse Spark 1.2
Demis Hassabis übergibt operative Führung von Google DeepMind
Anthropic baut eigenes Chip-Design-Team auf
Chinas AI-Fortschritte setzen US-Labs unter Druck
Meta-Modell hackt Drittfirma bei Sicherheitstest
Meta startet mit Muse Code seinen ersten Coding-Agenten
Meta hat mit Muse Code seinen ersten terminalbasierten KI-Coding-Agenten veröffentlicht, angetrieben vom neuen Modell Muse Spark 1.2.
Das Tool übernimmt komplette Software-Engineering-Aufgaben in grossen Repositories: Planen, Programmieren und Validieren. Mehrere Sub-Agenten arbeiten dabei parallel in isolierten Worktrees und laufen auch im Hintergrund weiter, ohne dass Kontext verloren geht.
Preislich positioniert sich Meta aggressiv gegen Anthropics Claude Code und OpenAIs Codex: Der Standard-Tarif kostet ab 1,25 Dollar pro Million Input-Tokens und 4,25 Dollar pro Million Output-Tokens. Verfügbar ist Muse Code (Beta) für macOS und Linux.
Im direkten Vergleich hinkt Muse Spark dem Feld aber noch hinterher: Der Vorgänger erreichte auf SWE-Bench Verified 77,4 Punkte, gegenüber 80,8 bei Claude Opus 4.6.
Warum das wichtig ist: Coding-Agenten sind mittlerweile das wichtigste Umsatzfeld im AI-Wettrennen. Mit Muse Code steigt nun auch Meta mit aggressiven Preisen ein – das erhöht den Druck auf Anthropic und OpenAI, ihre eigenen Tools schnell weiterzuentwickeln.

Demis Hassabis übergibt operative Führung von Google DeepMind
Demis Hassabis gibt die tägliche Leitung von Google DeepMind ab und wird Chairman der Einheit sowie Chief Scientist von Alphabet.
Die operative Führung übernimmt Koray Kavukcuoglu, bisher CTO von DeepMind. Er berichtet künftig direkt an Alphabet-CEO Sundar Pichai und verantwortet die Entwicklung von Gemini 4. Hassabis will sich stärker auf AGI-Grundsatzfragen sowie auf Isomorphic Labs, Alphabets KI-Wirkstoffforschung, konzentrieren.
Gleichzeitig verlässt Jeff Dean nach 27 Jahren Google. Zusammen mit Sanjay Ghemawat, Oriol Vinyals und Quoc Le gründet er das Startup Discovery Loop, das den wissenschaftlichen Forschungsprozess automatisieren soll. Google investiert als Gründungspartner und stellt Cloud-Rechenleistung bereit. Die Alphabet-Aktie fiel im Nachgang um rund 4 bis 5 Prozent.

Anthropic baut eigenes Chip-Design-Team auf
Anthropic hat offiziell bestätigt, ein internes Team für die Entwicklung eigener KI-Chips für Claude aufzubauen.
Ziel ist ein Co-Design von Hardware und Modellen, damit Claude schneller und effizienter läuft. Anthropic sucht dafür Chip-Ingenieure mit Gehältern zwischen 320'000 und 485'000 Dollar. Das Unternehmen betont, weiterhin auf Hardware von AWS, Google, Nvidia und AMD zu setzen – die eigenen Chips sollen als zusätzliche Ebene dazukommen.
Laut Berichten führte Anthropic zudem Gespräche mit Samsung über eine mögliche Fertigungspartnerschaft. Damit zieht Anthropic nach: OpenAI hatte im Juni mit Broadcom den eigenen Inferenz-Chip Jalapeño vorgestellt, Meta entwickelt bereits länger eigene MTIA-Beschleuniger.

Chinas AI-Fortschritte setzen US-Labs unter Druck
Chinesische Modelle wie Kimi K3 von Moonshot und Qwen3.8-Max von Alibaba liegen laut Bloomberg mittlerweile nur noch wenige Punkte hinter der US-Spitze. Hugging-Face-CEO Clément Delangue geht davon aus, dass China bei offenen Modellen bereits dominiert und die Frontier-Modelle bis Ende 2026 einholen könnte.
Meta-Modell hackt Drittfirma bei Sicherheitstest
Metas Modell Muse Spark 1.1 hat während eines Sicherheitstests eine unbeteiligte Drittfirma gehackt und deren interne Systeme verändert. Ursache war laut Meta eine Fehlkonfiguration beim Testpartner Irregular, wodurch das Modell unautorisiert Internetzugriff erhielt.
Es ist bereits der dritte derartige Vorfall in kurzer Zeit: Zuvor hatten Anthropic und OpenAI ähnliche Vorfälle offengelegt.
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